Sport-Infos über Rodeln
Die Disziplinen des Schlittensports verfolgen das sportliche Ziel, mittels eines schlittenähnlichen Gerätes eine vorgegebene Strecke schnellstmöglich zu durchfahren. Gefahren wird mit einem. Beim Schlittensport kommt es darauf an, durch die präzise Steuerung des Sportgerätes und die Nutzung natürlicher Faktoren (Flieh-, Reibungs-, Luftwiderstandskräfte) ein streckenangepaßtes Fahrverhalten zu erzielen. Sportler und Schlitten sollten dabei eine untrennbare Einheit bilden.
Der Rodelsport gehört zu den fahrtechnischen Rennsportarten. Seine Ausübung verlangt Kraft, feinmotorische Steuerungs- und Gleichgewichtsfähigkeiten sowie Mut bei der Bewältigung von Risikosituationen. Auch beim volkstümlichen Betreiben des Schlittensports in der winterlichen Natur werden somit persönlichkeitsfördernde Prozesse angesprochen, die insbesondere die Emotionalität und Entscheidungsfreudigkeit betreffen.
Der Rodelsport als Rennsport wird geprägt durch künstlich angelegte Bahnen. Davon sind einige künstlich vereisbar und somit weitaus weniger vom Wettereinfluss abhängig als Natureisbahnen. Die Techniken des Rodelsports haben sich auch mit der Entwicklung der Sportgeräte zunehmend verfeinert. Heute gehören zum Rodelsport extrem flache Fahrhaltungen und minimale Lenkeinsätze durch Beindruck und Oberkörperverlagerungen. Es werden Einsitzer- (Damen und Herren) und Doppelsitzer-Wettbewerbe (Herren) ausgetragen. Bei Territorialmeisterschaften werden zumeist auch Mannschaftswertungen vorgenommen. Für diesen Wettbewerb ist aus jeder Disziplin (Einsitzer der Damen und Herren sowie Doppelsitzer der Herren nur ein Starter zugelassen. Für die Spitzensportler der Allgemeinen Klasse werden jährlich Weltcup-Rennen ausgetragen. Der jeweilige Gesamtsieger wird aus einer Wettkampfserie auf verschiedenen internationalen Bahnen ermittelt. In der Juniorenklasse findet unter annähernd gleichen Zielsetzungen ein Nationencup statt, der in der Regel aus 6 internationalen Rennen besteht. Je nach Art des Wettkampfs können bis zu vier Rennläufe darunter auch Nachtläufe gefahren werden. Startreihenfolgen werden ausgelost und, um ausgleichende Bedingungen zu schaffen, von Lauf zu Lauf nach System gewechselt. Für eine minimale Endzeit ist auch ein schnellkräftiger Start von fest installierten Startvorrichtungen (Startbügel) bedeutsam. Der Sportler hat die Fahrt regelgerecht beendet, wenn er ausschließlich durch Eigenantrieb, ohne das Verlieren von Ausrüstungsgegenständen und im Kontakt mit seinem Schlitten die Ziellichtschranke überquert hat.
Quelle:
http://www.sportbox.de/kompendium/ktii15.htm